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Zuppa
Pasta e Fagioli
Cremig durch Geduld, nicht durch Sahne
Pasta e Fagioli ist womöglich das am weitesten verbreitete Gericht Italiens, praktisch jede Region hat ihre eigene Version. In Neapel, wo dieses Rezept herkommt, wird die Pasta direkt in den Bohnen gegart statt separat gekocht, dabei gibt sie ihre Stärke ab und erzeugt die typische "mantecatura", eine cremige Bindung, ganz ohne Sahne. Traditionell verwendet man "pasta mista", eine Mischung übrig gebliebener kurzer Pastaformen, ein Erbe aus Zeiten, in denen kein Rest verschwendet wurde.
Zutaten für Pasta e Fagioli
Hülsenfrüchte & Grundlage für Pasta e Fagioli
Aromaten für Pasta e Fagioli
Kochgeschirr für Pasta e Fagioli
Pasta e Fagioli zubereiten - Schritt für Schritt
Bohnen kochen
Eingeweichte Bohnen in reichlich ungesalzenem Wasser mit einer halben Zwiebel und Knoblauch weich kochen. Das Kochwasser aufbewahren.
Soffritto anschwitzen
Sellerie, Karotte, Zwiebel und Speck fein würfeln und in Olivenöl langsam andünsten, bis alles weich und aromatisch ist.
Tomaten und Bohnen
Kirschtomaten oder Tomatenmark dazugeben, kurz mitrösten, dann die gekochten Bohnen mit etwas Kochwasser und die Parmesanrinde einrühren.
Einen Teil pürieren
Etwa ein Drittel der Bohnen mit dem Stabmixer fein pürieren und zurück in den Topf geben. Das macht die Basis von Anfang an cremiger.
Pasta direkt mitgaren
Pasta Mista direkt in den Topf geben, bei Bedarf mit etwas Bohnen-Kochwasser auffüllen, und unter gelegentlichem Rühren gar kochen. Die Konsistenz soll cremig, nicht suppig sein.
Das Original-Prinzip: Die Pasta wird nicht separat gekocht und untergemischt, sondern direkt in den Bohnen gegart. Die freigesetzte Stärke bindet die ganze Suppe.
Abschmecken und servieren
Parmesanrinde entfernen, mit Salz, Pfeffer und einem Schuss rohem Olivenöl abschmecken, sofort servieren.
Was Pasta e Fagioli besonders macht
Die Pasta gart direkt in den Bohnen statt separat im Nudelwasser. Erst dieses gemeinsame Garen und das Pürieren eines Teils der Bohnen erzeugt die dichte, cremige Konsistenz, die neapolitanische Pasta e Fagioli auszeichnet.
Pasta e Fagioli abwandeln
Andere Region, anderes Rezept? In der Toskana kommt oft kein Tomatenmark hinein, in Venetien wird häufig Eierpasta wie Tagliatelle statt kurzer Pasta verwendet.
Vegetarisch? Speck einfach weglassen, mit etwas mehr Olivenöl und der Parmesanrinde bleibt genug Tiefe im Geschmack.
Am nächsten Tag "arripassata"? In Neapel wird der Rest gerne am Folgetag in der Pfanne mit Öl und Zwiebel knusprig aufgebraten, das ergibt eine ganz eigene Textur.
Häufige Fragen zu Pasta e Fagioli
Gibt es ein einziges Original-Rezept für Pasta e Fagioli?
Nein. Praktisch jede italienische Region hat eine eigene Version, von Beans und Pasta über die Brühe bis zur Pastaform unterscheidet sich vieles.
Warum wird die Pasta nicht separat gekocht?
Weil sie beim gemeinsamen Garen mit den Bohnen ihre Stärke direkt in die Suppe abgibt, das erzeugt die typische cremige Bindung.
Was ist Pasta Mista?
Eine Mischung verschiedener kurzer Pastaformen, ursprünglich aus Resten mehrerer angebrochener Packungen entstanden, heute auch fertig im Handel erhältlich.
Wie lange hält sich Pasta e Fagioli?
Im Kühlschrank 2-3 Tage, die Pasta saugt weiter Flüssigkeit auf, beim Aufwärmen also etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
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