Pasta e Fagioli
Pasta e Fagioli

Zuppa

Pasta e Fagioli

Cremig durch Geduld, nicht durch Sahne

4 Personen 40 Min. Arbeit · 40 Min. gesamt

Pasta e Fagioli ist womöglich das am weitesten verbreitete Gericht Italiens, praktisch jede Region hat ihre eigene Version. In Neapel, wo dieses Rezept herkommt, wird die Pasta direkt in den Bohnen gegart statt separat gekocht, dabei gibt sie ihre Stärke ab und erzeugt die typische "mantecatura", eine cremige Bindung, ganz ohne Sahne. Traditionell verwendet man "pasta mista", eine Mischung übrig gebliebener kurzer Pastaformen, ein Erbe aus Zeiten, in denen kein Rest verschwendet wurde.

Hülsenfrüchte & Grundlage für Pasta e Fagioli

300 g Cannellini- oder Borlotti-Bohnengetrocknet, über Nacht eingeweicht
250 g Pasta Mistakurze Pastareste gemischt, ersatzweise Ditalini

Aromaten für Pasta e Fagioli

1 Stange Sellerie, 1 Karotte, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen
100 g durchwachsener Speck oder Pancettaoptional, für eine fleischlose Version weglassen
1 Peperoncino
Parmesanrindeoptional, für mehr Tiefe im Geschmack
Großer TopfStabmixer optional
0145 Min.

Bohnen kochen

Eingeweichte Bohnen in reichlich ungesalzenem Wasser mit einer halben Zwiebel und Knoblauch weich kochen. Das Kochwasser aufbewahren.

0210 Min.

Soffritto anschwitzen

Sellerie, Karotte, Zwiebel und Speck fein würfeln und in Olivenöl langsam andünsten, bis alles weich und aromatisch ist.

0310 Min.

Tomaten und Bohnen

Kirschtomaten oder Tomatenmark dazugeben, kurz mitrösten, dann die gekochten Bohnen mit etwas Kochwasser und die Parmesanrinde einrühren.

043 Min.

Einen Teil pürieren

Etwa ein Drittel der Bohnen mit dem Stabmixer fein pürieren und zurück in den Topf geben. Das macht die Basis von Anfang an cremiger.

0510-12 Min.

Pasta direkt mitgaren

Pasta Mista direkt in den Topf geben, bei Bedarf mit etwas Bohnen-Kochwasser auffüllen, und unter gelegentlichem Rühren gar kochen. Die Konsistenz soll cremig, nicht suppig sein.

Das Original-Prinzip: Die Pasta wird nicht separat gekocht und untergemischt, sondern direkt in den Bohnen gegart. Die freigesetzte Stärke bindet die ganze Suppe.

062 Min.

Abschmecken und servieren

Parmesanrinde entfernen, mit Salz, Pfeffer und einem Schuss rohem Olivenöl abschmecken, sofort servieren.

Die Pasta gart direkt in den Bohnen statt separat im Nudelwasser. Erst dieses gemeinsame Garen und das Pürieren eines Teils der Bohnen erzeugt die dichte, cremige Konsistenz, die neapolitanische Pasta e Fagioli auszeichnet.

Andere Region, anderes Rezept? In der Toskana kommt oft kein Tomatenmark hinein, in Venetien wird häufig Eierpasta wie Tagliatelle statt kurzer Pasta verwendet.

Vegetarisch? Speck einfach weglassen, mit etwas mehr Olivenöl und der Parmesanrinde bleibt genug Tiefe im Geschmack.

Am nächsten Tag "arripassata"? In Neapel wird der Rest gerne am Folgetag in der Pfanne mit Öl und Zwiebel knusprig aufgebraten, das ergibt eine ganz eigene Textur.


Gibt es ein einziges Original-Rezept für Pasta e Fagioli?

Nein. Praktisch jede italienische Region hat eine eigene Version, von Beans und Pasta über die Brühe bis zur Pastaform unterscheidet sich vieles.

Warum wird die Pasta nicht separat gekocht?

Weil sie beim gemeinsamen Garen mit den Bohnen ihre Stärke direkt in die Suppe abgibt, das erzeugt die typische cremige Bindung.

Was ist Pasta Mista?

Eine Mischung verschiedener kurzer Pastaformen, ursprünglich aus Resten mehrerer angebrochener Packungen entstanden, heute auch fertig im Handel erhältlich.

Wie lange hält sich Pasta e Fagioli?

Im Kühlschrank 2-3 Tage, die Pasta saugt weiter Flüssigkeit auf, beim Aufwärmen also etwas Wasser oder Brühe nachgießen.